Bausatz Tram "Lisboa" M=1:24 mit Antrieb
Das Original dieser Straßenbahn gehörte zur Serie 701/735 der portugiesischen Eisenbahngesellschaft Compañia de Carris de Ferro de Lisboa und wurde zwischen 1936 und 1940 gebaut. Diese Straßenbahnen galten als die sichersten in Lissabon, da sie mit einem verstärktem Bremssystem ausgestattet waren. Sie wurden daher auf Strecken mit schwierigem Gleisverlauf eingesetzt - wie z. B. den Linien 12, 25, und 28 auf denen es Steigungen bis zu 12% gab. Das Modell galt als die weltweit stärkste Straßenbahn für Adhäsionsbetrieb. Sie war mit fünf Bremsarten ausgestattet: Pneumatikbremse, mechanische Bremse, Elektrobremse, elektromagnetische Bremse mit Bremsbacken und mechanische Bremsung mit Bremsbacken. Sie war mit zwei leistungsstarken 45-PS-Elektromotoren von Metropolitan Vickers und einem Truck Brill 21-E von Maley & Tauton bestückt.
Der Aufbau des Bausatzmodells entspricht der Standardausführung in Lissabon, die auf dem amerikanischen Design von Brill basiert. Besonders charakteristisch ist das stark gewölbte Dach.
Die Straßenbahn war bis zur Einführung eines neuen Modells der erie zwischen 1985 und 1987 unverändert in Bertieb. Dann wurden die Wagen auf Einmannbetrieb (Schaffner und Fahrer dieselbe Person) umgestellt, indem Pneumatiktüren und Blinker installiert und die Türen auf einer Seite geschlossen wurden.
Ab 1995 wurden die Wagen nach und nach außer Bertieb genommen und durch Straßenbahnen der Serie 500 ersetzt. Einige wenige alte Wagen werden noch gelegentlich zur Verstärkung im Linienbetrieb eingesetzt oder können für besondere Veranstaltungen gemietet werden.
Das Modell ist 360 lang, 100 breit und 160 (220 mit Stromabnehmer) [mm] hoch.
Im Bausatz ist eine elektr. Motorisierungeinheit Spurweite G (45 mm) enthalten:
Der gekapselte Motorblock wird mit den beiliegenden Schrauben einfach anstelle der antriebslosen Achsen von unten auf die Bodenplatte geschraubt. Auch bereits fertiggestellte Modelle können problemlos nachgerüstet werden - es müssen lediglich die Querstreben zwischen den beiden Fahrgestell-Rahmen mit einem scharfen Messer entfernt werden.
Die Stromaufnehmer sind über eine außenliegende, steckbare Kabelverbindung mit dem Motor verbunden, so daß einer problemlosen Digitalsierung nichts im Wege steht. Auch kann hier die seit langem gewünschte Beleuchtung angeschlossen werden.
Die Stromabnahme selbst erfolgt über alle vier Räder sowie zusätzlich über zwei Schleifer.
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