Gibt es bei herkömmlichen Fernsteuerungen im 27-MHz- oder 40-MHz-Band beim Betrieb mit Echtdampf-Loks oft Probleme mit doppelt belegten Kanälen oder Interferenzen, so tritt dies bei 2,4-Ghz-Anlagen kaum mehr auf.
Die Stärke von 2,4-Ghz-Anlagen liegt jedoch darin, dass sie ohne Quartze auskommen und sich ihren Kanal, auf dem sie funken, selbst suchen. 80 Kanäle stehen hierfür zur Verfügung. Nachdem der Sender eingeschaltet wurde, scannt die Anlage sämtliche Kanäle ab und loggt sich auf dem nächsten freien Kanal ein. Tritt der unwahrscheinliche Fall auf, dass einmal alle Kanäle belegt sein sollten, verweigert der Sender solange seinen Dienst, bis wieder ein Kanal frei geworden ist.
Weitere Vorteile sind die nur 30 mm kurze Antenne am Empfänger und die erheblich höhere Störsicherheit der Verbindung.
Bisher scheiterte der Einsatz einer 2,4-GHz-Anlage oftmals am hohen Anschaffungspreis.
Unser Angebot, das speziell auf Echtdampfloks zugeschnitten ist, jedoch auch für andere Modelle verwendet werden kann, besteht aus dem 2,4-Ghz-Sender FCX 6 mit 6 Funktionen (Kanälen) und einer (mit dem beigefügten Satellitenempfänger) Reichweite von ca. 1,6 km, einem Miniaturempfänger für den Anschluss von bis zu 7 Servos, dt. Anleitung, Batteriehalter, Software und USB-Kabel sowie einem Stecker für den „Bindevorgang" (s. u.):
An der Lok muss lediglich der Empfänger getauscht werden, was durch die kleine Bauform des neuen Receivers (17, 5 x 24 x 45 [mm] / H x B x L ) problemlos möglich sein dürfte, wenn herkömmliche Servo- und Akkustecker verwendet wurden. Alles andere (Servos, Akku etc.) kann weiterverwendet werden.
Gleichwohl der Sender „nur" für 6 Funktionen ausgelegt ist, können an den Empfänger bis zu 7 Servos angeschlossen werden, was auch zukünftige Erweiterungen einen großen Spielraum lässt.
Nach dem Einbau muss der Sender mit dem Empfänger noch „verheiratet" werden. Diese einfache Prozedur ist in der Bedienungsanleitung ausführlich beschrieben und in Minutenschnelle durchgeführt.
Achtung: Zur Programmierung ist unbedingt ein PC (mind. Windows XP mit USB) erforderlich!
Der Sender hat neben den zwei hochpräzisen Steuerknüppeln für die vier Hauptkanäle noch je zwei Drehregler und zwei Schalter, die beliebigen Kanälen (und damit Empfängerausgängen) zugeordnet werden können.
Über USB wird der Sender an den PC angeschlossen und mit der komfortablen Software ein Profil für jede Lok erstellt, z. B. die Reglerkurve, welcher Schalter eine bestimmte Funktion auslöst usw. Es können beliebig viele Profile auf dem Rechner (als einfache Textdatei) abgespeichert und nach Bedarf in den Sender geladen werden. Daher kommt der Sender auch ohne verwirrendes Display aus. Bei Interesse werden wir ab Herbst im Internet eine Datenbank bereitstellen, in der jeder (auch Hersteller!) für jeden Loktyp das passende Profil hinterlegen kann. Dieses Profil steht dann jedem unserer Kunden zum Download zur Verfügung.
In Ausnahmefällen (z. B. wenn kein PC vorhanden ist) kann der Hersteller die Programmierung des Senders übernehmen.